Stellungnahme zu Medienberichten "Schäferei im Waldteich"

Seit Freitag, dem 20.7.18 gibt es über verschiedene Medien Meldungen und Einzelnachrichten über unseren Betrieb, die geeignet sind, einen irreführenden und nicht der Situation entsprechenden Eindruck entstehen zu lassen. Wir nehmen dazu wie folgt Stellung:

  • Bei den Ponys handelt es sich um zwei Tiere, die unter Bäumen im Schatten stehen und täglich mit Futter und Wasser versorgt werden. Eines der beiden Tiere ist wegen einer möglichen Stofffwechselproblematik in tierärztlicher Behandlung. Die Tiere sind regelmäßig geimpft und entwurmt und erst vor kurzem vom Hufschmied beschlagen worden. Woran das Ordnungsamt erkennt, dass die Tiere geschwächt sind, ist uns nicht ganz nachvollziehbar. Auch Pferde bewegen sich bei den gegenwärtigen Außentemperaturen etwas behutsamer.
     
  • Die drei toten Schafe waren in der letzten Woche wegen auffälliger Futterverweigerung aus der Herde herausgenommen und zum Stall gebracht worden. Das erfolgt grundsätzlich mit kranken Tieren , um sie besser beobachten und behandeln zu können. Bedauerlicherweise sind die drei Tiere in der nächsten Nacht vor dem morgendlichen Eintreffen des Schäfers eingegangen, möglicherweise wegen Aufnahme einer Giftpflanze..
     
  • Ein weiteres, ebenfalls geschwächtes Schaf, das inzwischen wieder frisst und trinkt, ist in tierärztlicher Behandlung, wie das in allen vergleichbaren Situationen erfolgt.
     
  • Darüber hinaus wurde vom Veterinäramt moniert, dass die Hütehunde zu dünn seien. Dazu stellen wir fest, dass die Hunde die wichtigste Arbeitshilfe des Schäfers bedeuten und nach der aufwendigen Ausbildung über mehrere Jahre von großem Wert für ihn sind. Es wäre deswegen höchst unklug von einem Schäfer ,seine Hunde nicht ausreichend zu füttern. Tatsächlich wird den Hunden, die geimpft und entwurmt sind, unbegrenzt Futter zur Verfügung gestellt, von dem sie fressen können, soviel sie wollen. Die Hunde sind vital und agil und mit Begeisterung bei der Arbeit, wovon sich jeder überzeugen kann, der sie dabei beobachtet.
     
  • Dass es in einer Herde von knapp dreihundert Tieren zur Erkrankung von Einzeltieren kommt ist nicht zu vermeiden. Dafür haben wir den Stall und die entsprechende Einzelbehandlung. Die Herde ,die sich in einem ausgesprochen guten Zustand befindet, wird zur Zeit täglich mit einem 1000-Liter-Wassertank versorgt.
     
  • Im Unterschied zu vielen anderen Nutztierhaltungen findet die Haltung einer Schafherde - insbesondere in einem Ballungsgebiet - unter permanenter Beobachtung durch die Öffentlichkeit statt. Das wird von uns grundsätzlich begrüßt, auch wenn es dabei hin und wieder zu Situationen kommt, die gegenüber Außenstehenden mit Vermittlungsproblemen verbunden sind.
     

Was in diesem Vermittlungsprozess hilfreich wäre, wenn Medien vor Veröffentlichung von - behutsam formuliert - unvollständigen Tatsachenberichten nach guter journalistischer Tradition die Rücksprache mit uns suchen würden. Wir sind seit jeher ein offener und für interessierte oder kritische Nachfragen jederzeit zugänglicher Betrieb. Das sind wir, seien Sie versichert, auch jetzt und weiterhin.

Für die Ruhrschäferei
Florian Preis

Tel: 01573/6498603
E-Mail: kontakt@ruhrschaeferei.de
Fax: 0203-75965599

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Aktualisiert: 21.08.2018 15:10:36