Hirtenbrief #1

Projekt erfolgreich gestartet – Keine Schafsaktien mehr, aber Patenschaften weiterhin erhältlich – Wie geht es weiter?

Liebe Freunde der Ruhrschäferei,

ich freue mich wirklich, euch sagen zu können, dass es vorangeht. Aber dass es so schnell voran geht, hat mich sehr überrascht. Das Echo auf das Projekt Ruhrschäferei sowie die Resonanz auf Schafaktie und Schafpatenschaft war für mich überwältigend. Das Interesse an der Idee in Presse, Funk und Fernsehen war umwerfend und dauert weiter an. Thema für die Medien sind sowohl Schafaktie und Schafpatenschaft als auch die Botschaft: Das Ruhrgebiet ist anders. Nicht: Das haben wir auch, sondern: Das gibt’s nirgendwo sonst: Schafe weiden auf einer Biotopfläche, auf der mal turmhoch die nationale Kohlereserve aufgeschüttet war. Für mich ist das eine völlig neue Herausforderung (Schäfer haben keinen Pressesprecher) und das Ergebnis ist, dass binnen drei Tagen das Paket von 30 Schafaktien ausgegeben war.

Ich möchte jetzt nicht unromantisch werden, aber ich muss an dieser Stelle kurz erklären, warum das Aktienkontingent zum jetzigen Zeitpunkt nicht einfach aufgestockt werden kann. Die Schafaktie ist genau genommen eine Form der Kapitalbeschaffung, bei der ein Kredit mit Naturalien, nämlich Schaffleisch zurückgezahlt wird. Die Rückzahlung für den Aktionär samt der Kosten für Kraftfutter, Veterinär, Schlachtung etc. erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Herde bisher noch keine Einkünfte, sondern nur Kosten erwirtschaftet hat. Das muss beim dann erreichten Stand der Betriebsentwicklung verkraftbar sein.

D. h. die Aktie ist ein hilfreiches Instrument (nochmal Danke, Aktionäre!), das dazu beiträgt, die Herde auf den Weg zu bringen. Sie darf aber im Gesamtkonzept eine bestimmte Größenordnung nicht überschreiten, weil die Herde sonst nicht weit kommt.

Was der Schäferei weiterhin sehr hilft, sind Patenschaften, mit denen Mutterschafe gekauft werden, die dann mit ihren Lämmern sechs bis acht Jahre lang die Herde vergrößern.

In den letzten drei Wochen konnten weitere wichtige Voraussetzungen für den Start geklärt werden:

  • Die Beweidung der Biotopfläche „Waldteich“ durch Hütehaltung und nicht durch Koppelhaltung.
  • Einen Nachtpferch wird es nur auf angrenzenden Flächen geben.
  • Außerdem wurde ein Standort für den Stall festgelegt.

Sobald die Baugenehmigung für den Stall durch die Stadt Oberhausen vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden.

Ich freue mich, dass es bald losgeht und halte euch weiter auf dem Laufenden.

Euer Ruhrschäfer Florian Preis

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Aktualisiert: 18.06.2015 20:58:44