Patenschaften

Schafaktien

Die Gründung der Ruhrschäferei war verbunden mit einer Idee, die ein gewisses Aufsehen in Presse, Funk und Fernsehen hervorrief und den Betrieb nicht nur in Schäferkreisen, sondern auch beim flüchtigen Zuschauer der Börsennachrichten bekannt machte: die Schafaktie. Allerdings war das zur Verfügung stehende Kontingent in kürzester Zeit überzeichnet. Die damals erworbenen Ansprüche sind aufgrund der stetigen Entwicklung des Betriebs längst abgegolten.

Gelegentlich wird das Angebot jedoch wieder aufgelegt. Es wird auf der Website veröffentlicht oder kann über Mail oder Telefon erfragt werden.

Zur Erläuterung nochmal das Reglement: Der Aktionär erhält für 100 Euro eine Aktie. Ihr Inhaber erhält bis zum Ablauf der Laufzeit von 18 Monaten zum bis dahin garantierten Kilopreis von 10 Euro 12 Kilo Lammfleisch aus der Ruhrschäferei im Wert von 120 Euro. Ein in Zeiten von Negativzinsen fürwahr respektabler Zinssatz. Und das nicht in windigen Papierscheinen oder als flüchtiges virtuelles, gänzlich geschmackfreies Online-Banking-Signal, sondern als bestes, genussreiches, nach Wunsch küchenfertig zerlegtes Lammfleisch aus der Region.

Aber, wie gesagt, das Aktienangebot ist begrenzt und die Ausgabe zur Zeit geschlossen.

Patenschaften

Für alle, die bei der Zuteilung der Schafaktien nicht berücksichtigt werden können, aber finden, dass die Ruhrschäferei ein besonderes Projekt ist an dem sie sich beteiligen wollen und selbstverständlich und insbesondere für alle anderen:

Es gibt, da natürlich weiterhin neue Lämmer geboren werden, auch kontinuierlich neue Patenschaften.

Schafpate heißt, dass der Pate dem neuen Lamm einen Namen gibt. Er erhält eine Urkunde, auf der ein Foto des Lamms mit diesem Namen vermerkt wird. Die Patenlämmer, von den Schäfern „Zippen“ genannt, sind weiblich und werden als Mutterschafe in den folgenden Jahren dazu beitragen, dass die Herde sich vergrößert. Der Pate hat die Möglichkeit, in Absprache mit dem Schäfer die Herde und sein Lamm zu besuchen, auf Wunsch die Herde beim Weiterziehen durchs schöne Ruhrgebiet zur nächsten Weidefläche zu begleiten und etwas mehr von der fremden Welt der Schäferei zu erfahren. Er wird zu den Patentreffen eingeladen und kann dort nette Menschen kennenlernen, die ebenfalls Schafpaten der Ruhrschäferei geworden sind. Zwei bis drei Mal im Jahr bekommt er den Hirtenbrief der Ruhrschäferei zu aktuellen und historischen Themen rund um Schafe, Hütehunde und die nur scheinbar versunkene Welt der Hirten, die von Anfang an auch unsere Welt geprägt hat.

Wer jemandem, der eigentlich das meiste schon hat, etwas Ungewöhnliches schenken will oder wer einem Kind eine Freude machen und ihm zeigen will, dass draußen nicht nur Pokemons herumlaufen, sondern auch echte Lebewesen, die sich ohne Akku bewegen können, die man sogar anfassen kann und die sich über Möhren freuen: Schenkt ihm eine Schafpatenschaft.

Sie kostet hundert Euro (einmalig, nicht jährlich). Ihr erfreut damit euch und andere, unterstützt ein Projekt, das Stadt und Natur verknüpft und tragt als Freunde des Ruhrgebiets dazu bei, dem vielseitigen Metropolraum Ruhr eine unerwartete und lebendige Facette hinzuzufügen.

Aktualisiert: 02.12.2016 18:59:07